Nachrichten aus dem Behindertensport
Gemeinsam stark in Kiel: Team Sachsen beim Jugend-Länder-Cup 2026
Vier Tage Kiel, neun Nachwuchssportlerinnen und -sportler, vier Sportarten und jede Menge gemeinsamer Erlebnisse: Vom 25. bis 28. September 2026 war Team Sachsen beim Jugend-Länder-Cup (JLC) der Deutschen Behindertensportjugend dabei. Im Para Schwimmen, Para Judo, Para Tischtennis und Para Leichtathletik traten junge Athletinnen und Athleten aus den Landesverbänden des Deutschen Behindertensportverbandes gegeneinander an – und erlebten dabei weit mehr als spannende Wettkämpfe.
Für Sachsen gingen folgende Sportler/-innen an den Start:
Para Schwimmen
Amelie Fröhlich (BFV Ascota Chemnitz e.V.)
Hannah Mattersteig (LBRS e.V.)
Xara Volenec (USV TU Dresden e.V.)
Erik Göhre (LBRS e.V.)
Emil Lieske (Dresdner SC 1898 e.V.)
Daniel Teplý (SWV TuR Dresden e.V.)
Felix Ziegner (BFV Ascota Chemnitz e.V.)
Para Judo
Anna Scheppan (Judoclub Antonsthal-Schwarzenberg e. V.)
Para Tischtennis
Finn Brandon Banek (BSC Rapid Chemnitz e.V.)
Starke Leistungen im Wasser und auf der Wettkampffläche
Sportlich hatte das sächsische Team einiges zu feiern. Für einen besonderen Höhepunkt sorgte Amelie Fröhlich: Über 50 m Brust stellte sie in der Startklasse SB9 mit 42,51 Sekunden einen neuen deutschen Rekord auf. Zusätzlich sicherte sie sich Rang drei in der Mehrkampfwertung ihrer Altersklasse (Jugend B).
Auch die sächsischen Staffeln überzeugten. Die Mixed-Staffel mit Felix Ziegner, Emil Lieske, Xara Volenec und Amelie Fröhlich schwamm über 4 × 50 m Freistil auf den zweiten Platz. Weitere Podestplätze in der Jugend D sicherten sich Xara Volenec und Emil Lieske mit jeweils einem zweiten Platz sowie Eric Göhre mit einem dritten Platz. Auch Daniel Teplý (Jugend D) und Felix Ziegner (Jugend C) überzeugten mit ihren jeweils vierten Plätzen.
Im Para Judo setzte Anna Scheppan ebenfalls ein Ausrufezeichen: Sie gewann zwei Medaillen, darunter Gold. Gemeinsam mit Sachsen-Anhalt erreichte Sachsen zudem den 3. Platz in der Gesamtwertung des Ländervergleichs im Judo. Damit durfte sich das Team nicht nur über individuelle Erfolge, sondern auch über eine starke gemeinsame Platzierung freuen und einen Pokal mit nach Hause nehmen.
Als jüngster Teilnehmer für Sachsen war Finn Brandon Banek im Para Tischtennis am Start. In einem Starterfeld, das ohne Alterstrennung mehrere Wettkampfklassen zusammenfasste (8-10, 11, AB), erkämpfte er sich einen hervorragenden 7. Platz. Darüber hinaus sammelte Finn im Rahmen des JLC nicht nur erste Wettkampferfahrungen auf nationaler Ebene, sondern knüpfte auch zahlreiche neue Kontakte mit Spielern aus den anderen Landesverbänden.
Leistungsvergleich, Begegnung und Teamgeist
Neben den sportlichen Leistungen stand in Kiel vor allem das gemeinsame Erleben im Mittelpunkt. Die Athletinnen und Athleten feuerten sich sportartenübergreifend an, fieberten bei den Wettkämpfen mit und feierten gemeinsam die Erfolge der anderen. Gerade diese Begegnungen und die gegenseitige Unterstützung machen den besonderen Charakter des Jugend-Länder-Cups aus.
Auch einige organisatorische und logistische Herausforderungen abseits der Wettkampfflächen konnten dem Teamgeist nichts anhaben.
Am Ende nahm Team Sachsen aus Kiel nicht nur Medaillen, einen Pokal, persönliche Bestleistungen und einen deutschen Rekord mit nach Hause, sondern vor allem viele gemeinsame Erfahrungen, neue Freunde und ein starkes Gemeinschaftsgefühl.
Ein herzliches Dankeschön gilt Geert Jährig für seinen erneuten engagierten Einsatz in diesem Jahr, allen Trainerinnen und Trainern sowie allen Betreuerinnen und Betreuern, die dieses besondere Wochenende möglich gemacht und Team Sachsen begleitet haben.
Im kommenden Jahr findet der Jugend-Länder-Cup zwischen dem 20. und 23. Mai in Bad Blankenburg (Thüringen) statt. Team Sachsen freut sich darauf, auch im kommenden Jahr wieder gemeinsam an den Start zu gehen, neue Erfahrungen zu sammeln und den Para Nachwuchssport mit viel Engagement und Teamgeist zu vertreten.
Zusätzliche Informationen
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Im SBV sind 13 paralympische und 8 nicht-paralympische Sportarten in Vereinen angesiedelt. Für die Vereine und deren Aktive bildet der SBV die Schnittstelle zum Deutschen Behindertensportverband (DBS) und zu anderen Institutionen auf Landes- und Bundesebene. Eine äußerst wichtige Komponente ist dabei der Informationsaustausch zwischen den verschiedenen am Sport beteiligten Institutionen wie Schulen, Stützpunkten, Verbänden, Vereinen, politischen Instanzen, Medien und natürlich dem einzelnen Menschen.
Dies beginnt oftmals mit der Beratung, wo welches Sportangebot besteht und welches Angebot am geeignetsten ist. Für die Vereine stehen Beantragungen, Unterstützung bei Veranstaltungen, Wettkampfmeldungen und Beratungen zu den verschiedensten Problemen im Vordergrund.
Darüber hinaus baut der SBV im wettkampforientierten Sport Strukturen auf, die maßgeblich zu einer Steigerung der Teilnehmer am Training in den Vereinen und zur Qualität des Trainings beitragen sollen. Neben der Organisation von unterschiedlichen Maßnahmen, gehört dazu eine gute Öffentlichkeitsarbeit, der Ausbau der Vernetzung mit anderen Verbänden und vor allem begeisterte Menschen zu finden, die sich in den Sport einbringen wollen und diesem dafür eine Grundlage zu bieten.
Das Ziel ist mehr Menschen die Begeisterung zum Sport näher zu bringen, den Sport so barrierefrei und inklusiv wie nur möglich zu gestalten und noch die ein oder andere paralympische Medaille hervorzubringen.